Leichtathletik: TSG’ler sprinteten Konkurrenz davon

 

( Ludwigshafen, 8.12.2019 )

 

Das neue Markenzeichen des TSG Nachwuchses sind die schnellen Beine. Gleich dreimal liessen die Sprinter beim regionalen Sportfest der Konkurrenz keine Chance. Den Anfang machte Sarah Jalloh über 60 m und gegen Ende des langen Wettkampftages dominierten Hanna Sandmann und Julian Schlepütz die 200 m-Läufe.

Dabei begann der Wettkampftag weniger gut. Anna Wagner und Merle Brammert-Schröder, beide W-14, zeigten sich über 60 m seltsam verkrampft, waren mit 8,70 sek bzw 8,92 sek alles andere als zufrieden. War es der frühe Wettkampfbeginn oder der hohe Erwartungsdruck nach dem guten Wettkampf in Worms?

Jedenfalls zeigte Merle dann beim Kugelstoßen ihre Klasse, steigerte ihre Bestleistung auf 9,46 m und wurde 2.

Beim Weitsprung kamen auch nicht die Spitzenergebnisse, allerdings zog sich dies bei allen Vereinen in allen Altersklassen durch.

Merle sprang mit 4,65 m einen Zentimeter weiter als Anna, die damit Bestleistung erzielte, und wurde 4.

Anna schloss den Wettkampftag mit einem starken 60 m-Hürden-Lauf ab. Sie steigerte sich um über eine Sekunde auf 10,20 sek und lief als 2. über die Ziellinie. Pizza-Wert geknackt!

In der Zwischenzeit sorgte Sarah Jalloh für einen Paukenschlag. Im Vorlauf sprintete sie über 60 m unglaubliche 8,28 sek, verbesserte damit den 24 Jahre alten  Vereinsrekord von Angelika Servo gleich um 0,26 sek!

Nach dem 60 m-Vorlauf sprintete Sarah über 60 m-Hürden zur nächsten Bestleistung. 10,22 sek, eine Steigerung um 0,7 sek und Platz 2 in der Gesamtwertung aus mehreren Zeitläufen. 6 Versuche folgten beim Weitsprung, ihr bester Satz wurde mit 4,64 m vermessen – Platz 3.

Mit schon müden Beinen ging Sarah zum 60m-Endlauf. Sie konnte ihre Vorlaufzeit zwar nicht wiederholen, gewann aber deutlich mit 8,44 sek und blieb erneut unter dem alten Vereinsrekord.

Eine Steigerung um über 2 Meter bescherte Milan Wörz den knappen Sieg beim Kugelstoßen. Bei seinem letzten Stoß verfehlte er mit 9,93 m knapp die 10m-Marke.

Über 60 m-Hürden klappte indes die Technik nicht so gut wie gewohnt, dank seiner läuferischen Fähigkeit lief er immerhin mit 10,41 sek noch auf Platz 2.

Marius Petri, M-13 wie Milan, überzeugte mit zwei vierten Plätzen, wobei er jeweils Bestzeit lief. Über 60 m waren dies 8,58 sek, über 60 m-Hürden 10,75 sek.

Ungewöhnlich aufgeregt zeigte sich Anouk Happersberger, W-12,  vor ihrem ersten 60 m-Hürdenlauf. Doch es lief alles gut und mit sauberem 4er-Rythmus lief sie in 12,73 sek auf den 4. Platz. Bestleistung gab es für sie auch über 60 m, beim Kugelstoßen und Weitsprung.

Dann kamen am, frühen Abend die weiteren Höhepunkte aus TSG-Sicht. 200 m Zeitläufe. Etliche Faktoren führten in den letzten 3 Wochen zu einer Veränderung des Trainingsrhythmus, so dass der sonst sehr ruhige Trainer ungewohnt nervös war.

Doch die Athleten waren bestens in Form. Sowohl Hanna Sandmann als auch Julian Schlepütz, beide dem jüngeren U-18-Jahrgang angehörend, ließen der Konkurrenz keine Chance und wurden aus mehrere Zeitläufen Gesamtsieger.

Hanna Sandmann musste auf der wegen dem engeren Kurvenbogen ungünstigen Bahn 2 starten und zündete erst nach 50 m den Turbo. Ohne Tempoverlust stürmte sie ins Ziel, lief mit 26,69 sek Hallenbestzeit und blieb auch vor Athletinnen, die eine bessere Freiluftzeit vorweisen können. Hanna war demnach auch hochzufrieden mit dem Rennen.

Wenig Probleme hatte Julian Schlepütz auf Bahn 4. Er baute seinen Vorsprung von Anfang an aus, siegte in 22,71 sek (0,17 sek über seiner Freiluftbestzeit) und lief gegenüber seinem stärksten Gegner fast eine Sekunde Vorsprung heraus.

Julian war dennoch nicht zufrieden, sein Ziel war die Quali zur “Deutschen” gleich beim ersten Saisonstart. Doch durch eine krankheitsbedingte Pause im Aufbautraining und dem schon angesprochen Wechsel im Trainingsrhythmus vermisste er die Kraft auf den letzten Metern.

In der allerdings noch sehr jungen aktuellen deutschen Bestenliste liegen nun Julian auf Platz 1 und Hanna auf Platz 2, konnten sich auch sicher für die süddeutschen Hallenmeisterschaften qualifizieren.

Erfreulich auch das gute Abschneiden von Johannes Leuck, der in der Männerklasse über 200 m insgesamt Platz 3 belegte und über 60 m die B-Endlaufteilnahme schaffte, wo er in 7,68 sek  den 4. Platz erreichte.

Erfreulich auch die Verbesserung von Arne Schlepütz, M-13, über 800 m, er blieb mit 2:50,58 min gleich mehrere Sekunden unter seiner alten Bestzeit.