Leichtathletik: 200 m-Läufer ausgebremst

(Sindelfingen, 8./9.2.2020)

 Die süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen standen unter dem Vorzeichen einer schlechten Vorbereitung. Hanna Sandmann und Julian Schlepütz waren mit der Schule auf einer Skifreizeit und hatten eine Trainingspause von 10 Tagen, die Form konnte nicht mehr hergestellt bzw. erhalten werden.

Bei Julian war bei den 2 Trainingseinheiten nach der Freizeit die Verkrampfung nicht mehr weg zu trainieren. Über 200 m kam er zwar in den Endlauf, aber nicht in den lockeren Lauf. So blieben die Uhren bei 22,91 sek stehen, fast eine halbe Sekunde hinter seiner Hallenbestzeit und als Favorit musste er noch um den 2. Platz kämpfen. 7,36 sek im Vorlauf – 7,39 sek im Zwischenlauf, Julian hatte sich für die 60 m-Läufe gewiss andere Zeiten gewünscht. Doch der Übergang von der Startphase zum freien Lauf war verkrampft, so konnte er seine enorme Schussgeschwindigkeit nicht ausspielen. Trotz der Unzufriedenheit mit den Zeiten, zu seinem 2. Platz bei süddeutschen Meisterschaften kann man nur gratulieren.

Ganz anders die “Vorbereitung” von Hanna Sandmann. Am Vortag befand sie sich noch auf der langen Busfahrt, zurück von der Skifreizeit in Südtirol. Kurze Nacht, montags um 6:30 Uhr Fahrt nach Sindelfingen und beim 200 m-Vorlauf klappte gar nichts mehr. Startblock war instabil, Hanna rutschte vom vorderen Block ab und vermied gerade noch den Sturz, musste sich aufrichten. Dazu die ungeliebte Innenbahn, nach gutem Lauf Abbremsen bei der 2. Kurve, ansonsten wäre sie aus der Bahn getragen worden. Das kostete Körner und dazu kamen noch die kräftezehrenden Belastungen durch Freizeit, Busfahrt, kurzem Schlaf. Mit langen schweren Schritten eilte sie zum Ziel, lief dennoch annehmbare 27,02 sek und wurde im Gesamtfeld aller Läufe immerhin noch 13.

Der Trainer war überzeugt, dass die beiden bei besseren Vorzeichen eine sehr gute Bestzeit gelaufen wären, was ihn für die Sommersaison sehr optimistisch stimmt.